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Europäische Kommission

Institution

Fischereiabkommen EU-Marokko


25. Juli 2013, 14:13
PRESSEMITTEILUNG/PRESS RELEASE

EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki und der marokkanische Minister für Landwirtschaft und Seefischerei, Aziz Akhannouch, haben heute (Donnerstag) ein Vierjahresprotokoll zum partnerschaftlichen Fischereiabkommen mit Marokko paraphiert.

Maria Damanaki erklärte: "Dies ist ein wichtiger Moment für die Fischerei in der EU und in Marokko. Die Vereinbarung sichert dem marokkanischen Fischereisektor eine nachhaltige Zukunft und bietet ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Das neue Protokoll steht mit den Grundsätzen der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU im Einklang, da es eine verantwortungsvolle internationale Fischereipolitik gewährleistet." Viele Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, haben ein starkes Interesse am partnerschaftlichen Fischereiabkommen mit Marokko. Es erlaubt europäischen Fischern den Zugang zu marokkanischen Gewässern in sechs Fangkategorien.

Der Europäischen Union entstehen durch das Protokoll Kosten in Höhe von jährlich 30 Millionen Euro. Schätzungsweise 10 Millionen Euro müssen durch die Schiffseigner getragen werden. Im Einzelnen erhält Marokko jährlich 16 Millionen Euro als Ausgleich für den Zugang zu seinen Fischereiressourcen und 14 Millionen Euro zur Unterstützung des marokkanischen Fischereisektors. In Einklang mit der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU und ihrer Außendimension legt das Protokoll den Schwerpunkt auf wissenschaftliche Gutachten, wirtschaftliche Rentabilität, verantwortungsvolle Politik und Achtung des Völkerrechts. Um Nachhaltigkeit zu gewährleisten, wird die Fangtätigkeit auf die überschüssigen Ressourcen begrenzt.

Die Vereinbarung muss noch vom Parlament Marokkos und dem Europaparlament sowie dem Rat der EU-Mitgliedstaaten bestätigt werden.

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